Prime Video auf SD-Karte speichern: Der Trick, den Amazon dir nicht zeigt

Wer kennt das nicht: Man lädt sich für die lange Zugfahrt oder den Flug ein paar Serien und Filme bei Amazon Prime Video herunter, und plötzlich meldet das Smartphone „Speicher voll“. Oder noch frustrierender – man möchte eine heruntergeladene Episode schauen, doch die ist plötzlich nicht mehr verfügbar. Prime Video hat einige Eigenheiten beim Download-Management, die nicht jeder Nutzer auf dem Schirr hat. Zeit, Licht ins Dunkel zu bringen.

Warum landen Prime Video Downloads nicht auf meiner SD-Karte?

Amazon hat sich bewusst dafür entschieden, Downloads standardmäßig im internen Speicher zu platzieren. Der Grund liegt in der Verschlüsselung und dem Kopierschutz – die heruntergeladenen Inhalte lassen sich ausschließlich in der Prime Video App abspielen. Die Filmindustrie besteht auf strenge DRM-Maßnahmen (Digital Rights Management), und Amazon kommt dieser Forderung nach.

Das bedeutet konkret: Selbst wenn dein Android-Smartphone oder Tablet eine 256 GB SD-Karte hat, nutzt die Prime Video App zunächst den oft knappen internen Speicher. Bei iPhones und iPads stellt sich die Frage ohnehin nicht, da Apple-Geräte keine erweiterbaren Speicher haben und auch keine Möglichkeit bieten, den Download-Speicherort zu ändern.

Gibt es überhaupt eine Lösung?

Tatsächlich ja – zumindest für Android-Nutzer. In den Einstellungen der Prime Video App versteckt sich eine Option, mit der sich der Download-Speicherort ändern lässt. Navigiere zu den Einstellungen, tippe auf „Streaming und Download“ und dort auf „Videos auf SD-Karte herunterladen“. Allerdings funktioniert das nicht bei allen Android-Geräten gleich gut. Manche Hersteller haben die SD-Karten-Funktionalität so stark eingeschränkt, dass die Option gar nicht erst erscheint oder bei bestimmten SD-Karten-Zuständen nicht verfügbar ist.

Was du über Ablauffristen wissen solltest

Ein häufig übersehener Aspekt: Amazon-Downloads sind nicht unbegrenzt gültig. Es gibt zeitliche Beschränkungen bei Downloads, die darauf abzielen, Downloads von dauerhaften Offline-Bibliotheken zu unterscheiden. Diese Regelung überrascht viele Nutzer, besonders wenn sie mehrere Wochen im Voraus Downloads für einen Urlaub vorbereiten möchten.

Die Lizenzvereinbarungen mit den Content-Anbietern sind der Hauptgrund. Studios und Produktionsfirmen wollen verhindern, dass Downloads zu einer dauerhaften Offline-Bibliothek werden. Sie unterscheiden streng zwischen Streaming-Rechten und Kaufoptionen. Wer Inhalte unbegrenzt und ohne zeitliche Beschränkung besitzen möchte, soll sie kaufen – so die Logik dahinter.

Ein cleverer Tipp: Lade Inhalte erst kurz vor der geplanten Nutzung herunter. Für einen zweiwöchigen Urlaub ohne Internet macht es mehr Sinn, die Downloads in der letzten Nacht vor der Abreise zu starten. So umgehst du die Ablauffristen elegant und hast garantiert Zugriff auf deine Lieblingsserien.

Warum manche Titel sich nicht herunterladen lassen

Durchstöberst du das Prime Video Angebot, wirst du feststellen, dass längst nicht alles downloadbar ist. Der Grund liegt in den individuellen Verträgen zwischen Amazon und den Rechteinhabern. Manche Studios erlauben Streaming, aber keine Downloads. Andere gewähren Download-Rechte nur zeitlich begrenzt oder in bestimmten Regionen.

Das bedeutet: Ein Film, den du heute noch herunterladen kannst, ist vielleicht nächsten Monat nur noch streambar. Umgekehrt werden manchmal nachträglich Download-Optionen freigeschaltet. Planst du eine längere Offline-Phase, solltest du vor dem Download prüfen, ob alle gewünschten Folgen deiner Lieblingsserie tatsächlich verfügbar sind. Nichts ist ärgerlicher als eine unvollständige Staffel mitten im Pazifikflug.

Praktische Tipps für mehr Download-Komfort

Die Videoqualität hat massiven Einfluss auf die Dateigröße. In den Download-Einstellungen kannst du zwischen verschiedenen Qualitätsstufen wählen. Die niedrigere Stufe reicht für Smartphone-Displays völlig aus und spart erheblich Speicherplatz. Eine Serienepisode kann je nach Qualitätsstufe von wenigen hundert Megabyte bis über ein Gigabyte belegen. Gerade bei begrenztem Speicher macht das den Unterschied zwischen drei und zehn Episoden.

Nutze WLAN-Only-Downloads. Diese Einstellung verhindert, dass die App im mobilen Netz herunterlädt und dein Datenvolumen auffrisst. Gerade bei automatischen Download-Funktionen für Serien-Fortsetzungen ist das Gold wert. Niemand will am Monatsende feststellen, dass mehrere Gigabyte fürs Entertainment draufgegangen sind.

Überprüfe regelmäßig deine Downloads. In der App gibt es einen eigenen Download-Bereich, der anzeigt, wie viel Speicher belegt ist. Hier kannst du gezielt aufräumen und Platz für neue Inhalte schaffen. Bereits geschaute Folgen kannst du direkt löschen und so kontinuierlich Speicher freigeben.

Alternative Strategien für Vielreisende

Wer häufig ohne Internet unterwegs ist, sollte über ein Tablet mit viel internem Speicher nachdenken. 128 GB oder mehr machen den Unterschied zwischen wenigen und vielen heruntergeladenen Filmen. Manche Nutzer haben auch ein dediziertes Entertainment-Tablet nur für Downloads von verschiedenen Streaming-Diensten – klingt luxuriös, ist aber für Vielflieger durchaus sinnvoll.

Eine andere Möglichkeit: Offline-Inhalte diversifizieren. Statt nur auf Prime Video zu setzen, verteile Downloads auf mehrere Dienste. Netflix, Disney+ und andere bieten ähnliche Download-Funktionen mit jeweils eigenen Regelungen. So umgehst du die Beschränkungen einzelner Plattformen und hast eine größere Auswahl an Unterhaltung zur Verfügung.

Externe Powerbanks sind übrigens fast wichtiger als Speicherplatz. Downloads verbrauchen zwar keinen Strom beim Abspielen, aber ohne Akku nützt dir auch der vollste Speicher nichts. Eine 20.000 mAh Powerbank verlängert deine Unterhaltung um viele Stunden und sollte zur Grundausstattung jedes Reisenden gehören.

Die Download-Funktionen von Prime Video sind definitiv praktisch, haben aber ihre Tücken. Wer die Beschränkungen kennt und entsprechend plant, kann trotzdem problemlos lange Reisen oder internetfreie Zeiten mit Entertainment überbrücken. Der Schlüssel liegt im richtigen Timing beim Herunterladen, der bewussten Auswahl von Inhalten mit Blick auf die verfügbaren Download-Rechte und einer cleveren Speicherverwaltung. Mit diesen Strategien wird der nächste Langstreckenflug garantiert nicht langweilig.

Wie viel Speicher hast du schon für Downloads geopfert?
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