Deine PS5-Spielstände sind in Gefahr: Diese versteckte Falle kostet dich Jahre des Fortschritts

Die PlayStation 5 hat ein heimtückisches Problem, das viele Gamer erst bemerken, wenn es zu spät ist: Ohne aktives PS Plus-Abonnement verschwinden alle Spielstände von PS5-Spielen bei einem Systemfehler spurlos im digitalen Nirwana. Sony hat die kostenlose USB-Backup-Funktion bei nativen PS5-Titeln komplett gestrichen und macht das Cloud-Backup zur einzigen verfügbaren Lösung.

Die unbequeme Wahrheit über PS5-Spielstände

Was Sony gerne verschweigt: Native PS5-Spiele können ausschließlich über PlayStation Plus in der Cloud gesichert werden. Die bewährte USB-Stick-Methode, die PS4-Besitzer jahrelang nutzten, funktioniert bei aktuellen PS5-Titeln nicht mehr. Diese drastische Änderung zwingt Spieler praktisch in ein kostenpflichtiges Abonnement, wenn sie ihre Spielfortschritte schützen wollen.

Besonders ärgerlich wird es bei aufwendigen Single-Player-Titeln wie „Demon’s Souls“ oder „Returnal“, wo dutzende Spielstunden auf dem Spiel stehen. Ein defektes System oder ein ungewollter Datenverlust kann Jahre des Fortschritts zunichtemachen – ohne jede Rettungsmöglichkeit.

PS4-Spiele: Der letzte Ausweg für USB-Backups

Einen Hoffnungsschimmer gibt es dennoch: PS4-Spiele auf der PS5 lassen sich weiterhin per USB-Stick sichern. Diese Titel behalten ihre ursprüngliche Backup-Funktionalität, auch wenn sie auf der neuen Konsole gespielt werden.

So funktioniert das USB-Backup für PS4-Titel

Der Vorgang ist bei PS4-Spielen nach wie vor simpel:

  • USB-Speichergerät an die PS5 anschließen
  • Einstellungen öffnen und zu „System“ navigieren
  • „Systemsoftware“ auswählen, dann „Gespeicherte Daten und Einstellungen“
  • „Gespeicherte Daten (PS4)“ anklicken
  • „USB-Laufwerk“ wählen und gewünschte Spielstände markieren

Wichtig ist die Unterscheidung: Das Menü „Gespeicherte Daten (PS5)“ bietet keine USB-Option – nur die Cloud-Synchronisation mit PlayStation Plus.

Die versteckte Zweiklassengesellschaft

Sony hat mit der PS5 eine verwirrende Backup-Hierarchie geschaffen. Während PS4-Titel weiterhin die gewohnte Flexibilität bieten, werden PS5-Spiele in ein kostenpflichtiges System gedrängt. Das System behandelt PS4- und PS5-Versionen desselben Spiels als völlig verschiedene Titel mit unterschiedlichen Sicherungsoptionen.

Wer beispielsweise „Spider-Man: Miles Morales“ in der PS4-Version spielt, kann den Spielstand per USB sichern. Die PS5-Version desselben Spiels lässt sich nur über PlayStation Plus schützen – ohne Alternativen.

Strategien für den Umgang mit der neuen Realität

Angesichts dieser Einschränkungen müssen PS5-Besitzer ihre Strategie überdenken. Eine Möglichkeit besteht darin, bei wichtigen Titeln bewusst die PS4-Version zu wählen, wenn diese verfügbar ist. Der Verzicht auf einige grafische Verbesserungen kann sich durch die Backup-Flexibilität auszahlen.

PlayStation Plus als notwendiges Übel

Für Spieler, die hauptsächlich aktuelle PS5-Exklusivtitel spielen, führt praktisch kein Weg an PlayStation Plus vorbei. Das Abonnement wird vom optionalen Zusatzservice zur Grundvoraussetzung für vernünftiges Datenmanagement.

Externe Festplatten für PS4-Archive

USB-Sticks eignen sich perfekt für PS4-Spielstand-Backups, doch für die Langzeitarchivierung bieten externe Festplatten zusätzliche Vorteile. Eine 1-TB-Festplatte kann als umfassendes PS4-Backup-Medium dienen und gleichzeitig zusätzliche PS4-Spiele speichern.

Moderne externe SSDs sind nicht nur schneller als herkömmliche Festplatten, sondern auch stoßfester und leiser. Sie eignen sich hervorragend für umfangreiche PS4-Spielesammlungen und deren Spielstände.

Backup-Verifizierung bei PS4-Titeln

Bei PS4-Spielständen bleibt die bewährte Regel gültig: Ein Backup ist nur so gut wie seine letzte erfolgreiche Wiederherstellung. Nutzer sollten gelegentlich testen, ob sich ihre gesicherten PS4-Spielstände tatsächlich laden lassen.

Die PS5 zeigt beim Wiederherstellen von PS4-Daten detaillierte Informationen über jeden Spielstand an, einschließlich Datum und Spielzeit. So lässt sich schnell erkennen, ob das Backup aktuell und vollständig ist.

Die unschöne Zukunft der Spielstand-Sicherung

Sonys Entscheidung, USB-Backups für PS5-Spiele zu streichen, markiert einen bedenklichen Wandel in der Gaming-Industrie. Was früher selbstverständliche Grundfunktion war, wird zum kostenpflichtigen Premium-Feature. Diese Entwicklung könnte Schule machen und andere Hersteller zu ähnlichen Schritten ermutigen.

Die PS5 mag technisch beeindrucken, doch bei der Datensicherung hat Sony den Rotstift angesetzt. Spieler müssen zwischen kostenpflichtigem Cloud-Service und dem Risiko des Datenverlusts wählen – eine Entscheidung, die bei der PS4 nie nötig war. Wer seine digitalen Abenteuer langfristig schützen will, kommt um PlayStation Plus kaum noch herum.

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